Castingshows und Knebelverträge
Myoon hat die Castingvereinbarung für “The X-Factor” (VOX / RTL) unter die Lupe genommen. Wie zu erwarten ist, handelt es sich um eine komplett einseite Vereinbarung, in der nur Pflichten aber nicht Rechte des Künstlers geregelt sind. Und im Vergleich zum gängigen Plattenvertrag hat man hier nicht einmal die Möglichkeit zu verhandeln. Ob eine solche Vereinbarung rechtlich vor Gericht bestand haben würde, bin ich mir nicht sicher.
Wer sich noch mehr für das Leben als Casting-Musiker interessiert, kann hier ein Interview mit Martin Kesici sehen, in dem kein Blatt vor den Mund genommen wird:
[...] Wer DSDS gewinnt, der hat schon verloren, nicht nur Selbstachtung und künstlerische Freiheit, meist auch finanziell. Spätestens seit der Veröffentlichung des Buches „Sex, Drugs und Castingshows“ von Markus Grimm und Martin Kesici, das im Anhang Originalverträge von Castingshow-Gewinnern bereit hält, ist eines klar: Reich wird man so nicht, berühmt auch so eher auf der Ebene eines B-Promis, auf den dann alle einhauen können, noch der allerkleinste Fauxpas zur Bild-Schlagzeile hochgepusht wird. Vertiefende Einblicke findet ihr hier und hier. [...]
DSDS und der umgedrehte Spieß | Lie In The Sound - 8.2.2010 um 20:49 |
Ich habe mich bei X-Factor beworben und bin nach diesem Artikel hier skeptisch geworden. Soll ich es dennoch ausprobieren oder eher lassen?
Lindsay - 19.4.2010 um 22:00 |
lies mal nach, was aus alexander klaws, elli ert, tobias regner, mike-leon grosch, mark medlock, thomas godoj, daniel schumacher, bro’sis, overground, preluders, nu pagadi, monrose, room2012, queensberry und some & any geworden ist. und dann frag dich nochmal, was du dir selbst davon versprichst und ob das die tortur wert ist.
derwahrheit - 20.4.2010 um 07:12