Castingshows und Knebelverträge

Myoon hat die Castingvereinbarung für “The X-Factor” (VOX / RTL) unter die Lupe genommen. Wie zu erwarten ist, handelt es sich um eine komplett einseite Vereinbarung, in der nur Pflichten aber nicht Rechte des Künstlers geregelt sind. Und im Vergleich zum gängigen Plattenvertrag hat man hier nicht einmal die Möglichkeit zu verhandeln. Ob eine solche Vereinbarung rechtlich vor Gericht bestand haben würde, bin ich mir nicht sicher.

Wer sich noch mehr für das Leben als Casting-Musiker interessiert, kann hier ein Interview mit Martin Kesici sehen, in dem kein Blatt vor den Mund genommen wird:

Und über DSDS hatte ich hier auch bereits geschrieben.

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5 Gedanken zu “Castingshows und Knebelverträge

  1. […] Wer DSDS gewinnt, der hat schon verloren, nicht nur Selbstachtung und künstlerische Freiheit, meist auch finanziell. Spätestens seit der Veröffentlichung des Buches „Sex, Drugs und Castingshows“ von Markus Grimm und Martin Kesici, das im Anhang Originalverträge von Castingshow-Gewinnern bereit hält, ist eines klar: Reich wird man so nicht, berühmt auch so eher auf der Ebene eines B-Promis, auf den dann alle einhauen können, noch der allerkleinste Fauxpas zur Bild-Schlagzeile hochgepusht wird. Vertiefende Einblicke findet  ihr hier und hier. […]

  2. Ich habe mich bei X-Factor beworben und bin nach diesem Artikel hier skeptisch geworden. Soll ich es dennoch ausprobieren oder eher lassen?

    • lies mal nach, was aus alexander klaws, elli ert, tobias regner, mike-leon grosch, mark medlock, thomas godoj, daniel schumacher, bro’sis, overground, preluders, nu pagadi, monrose, room2012, queensberry und some & any geworden ist. und dann frag dich nochmal, was du dir selbst davon versprichst und ob das die tortur wert ist.

  3. Castingshows sind so ziemlich bald am Ende,Schallplattenindustrie und Manager werden bald merken das dieser Weg altmodisch ist.
    Finanziert wird das von Kids die ein Handy haben und da anrufen.
    Vieleicht besser mal erst überlegen und dann zum Telefonhörer greifen und eine 0190 Nummer oder andere kostenpflichtige Hotlines.
    Ob XFactor (UK) Ursprungsland England,Deutschland sucht den Superstar usw
    es ist langweilig ein Drehbuch einer Castingshow zu sehen, die Dialoge werden gesprochen wie es die Produktionsleitung sagt.
    Popstars hat die Türen schon geschlossen, die andere werden dieses bald auch tun.
    Zwischen der realen Welt als Musiker, verstehen die meistens Künstler/in sowiso nichts mehr.
    Im realen Leben das hat kein Drehbuch, die sogenannten Manager und Mangen und Managen die Künstler/in in den ruin.

    Die Musikindustrie ist an ihre Grenzen gekommen, Komponisten und Produzenten wollen sicherlich mehr als einen gepuschten Künstler/in.

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