Anwälte

JuraAnwälte sind die Pitbulls der Musikbranche. Manager, Produzenten und andere drohen gerne Mal mit Namen („Vorsicht! Unser Anwalt heißt ‚Sasse‘!“). Leider fließt oft auch Blut, wenn die Pitbulls aufeinander losgelassen werden. Oft genug scheitern Vertragsverhandlungen an der Profilierungssucht der Anwälte. Schön wäre es, wenn die Mandanten alle Punkte direkt verhandeln würden und der Anwalt das Ganze in Schriftform gießt. Ein Anwalt sieht sich aber nicht nur als Protokollführer. Anwälte wollen selbst verhandeln und das Argument hierfür lautet „Erfahrung“. Zu oft werden die eigentlichen Interessen ihrer Mandanten vergessen oder schlichtweg nicht berücksichtigt (oder sie sind einfach nicht bekannt). Man verhakt sich in Details. Man spielt all die billigen Verhandlungstricks wie „der Gute/der Böse“, auf-stur-stellen oder: „Wir verlangen erst einmal drei Millionen, damit wir später auch sicher unsere zwei Tausend bekommen, die wir eigentlich wollen.“ Gesittete Verhandlungen, bei denen die Interessen aller Parteien auf dem Tisch liegen und man sich konstruktiv einigt, sind selten. Die Verhandlung eines Major-Label-Deals kann mitunter mehrere Monate dauern. Weiterlesen

30-Zone

30-ZoneWir befinden uns schon mitten im Sommer, und viele Leser sitzen gerade am Pool mit ihrem Cocktail und denken nicht mal daran, ihre Feeds zu checken. Ich werde die Frequenz meiner Blogeinträge während der Urlaubszeit etwas senken, auf etwa einen pro Woche. Wenn dann alle wieder da sind, geht’s aber in alter Manier weiter. Es liegt noch viel vor uns, z.B. warum so viele Nichtkünstler in der Musikbranche Künstlernamen haben, warum deutsche Frauen häufig auf Musiker stehen, wie viel in der Branche gelogen wird, wer welche Drogen nimmt und vieles mehr. Es lohnt sich, dabei zu bleiben.

Partys

AlkoholJeder Künstler mit Plattenvertrag oder kurz davor hat irgendwann eine „heiße Phase“, in der angeblich jeder aus dem Business über ihn spricht – obwohl er da ja noch nichts gerissen haben kann. Es ist ein Hype-Geschäft und die Begeisterung hält normalerweise maximal zwei Monate lang an. In dieser Zeit wird der Künstler auf alle möglichen Partys eingeladen. Es gibt alles umsonst, Cocktails, Essen und Goodie-Bags. Es ist leicht, in dieser Zeit zum Alkoholiker zu werden. Und es treiben sich viele andere Stars auf diesen Partys herum. Man fühlt sich sehr wichtig. Weiterlesen

Promoter

Werden Deals an der Theke gemacht?Ein unbekannter Künstler wird ohne Promotion kaum einen nennenswerten Bekanntheitsgrad erreichen. Mit den traditionellen Medien Radio, TV, Presse erreicht man in Deutschland immer noch die meisten Menschen. Ein Auftritt bei „Wetten dass…?“ garantiert bereits über 10 Millionen Zuschauer. Das ist ein Achtel der deutschen Bevölkerung! Läuft ein Song auf einem Radiosender, hören ihn zig Tausend Leute (viele zwar nur nebenher, aber dennoch). Die Aufgabe des Promoters ist es, dafür zu sorgen, dass die Musik des Künstlers in diesen Medien läuft. Weiterlesen