Produzenten

MischpultProduzenten nehmen die Musik der Künstler auf. Das Ziel ist, eine press- und sendefähige Aufnahme zu erstellen. Es gibt nur wenige Musiker, die das selbst gut können. Darüber hinaus tut es jedem Musiker gut, wenn er einen erfahrenen Produzenten auf seiner Seite hat, der auch inhaltliches Feedback geben kann. Produzenten sind oft ein guter Einstieg in die Branche. Anstatt Demos zu Plattenfirmen zu schicken, würde ich Musikern empfehlen, sich zuerst einen guten Produzenten zu suchen. Plattenfirmen hören auf Produzenten, weil Produzenten etwas von Musik verstehen.

Produzenten streuen ihr Risiko verständlicherweise auch, indem sie viele Künstler produzieren. Und so kann es auch hier sein, dass man bei den kleinsten Zweifeln bereits fallen gelassen wird. Dennoch sind für einen Musiker viele Produzenten sehr angenehm in der Zusammenarbeit, weil ihnen tatsächlich etwas an der Musik und den Personen hinter der Musik liegt. Sie sitzen täglich im Studio, nehmen Musik auf und haben nur selten etwas mit ihrer Vermarktung zu tun.

Es ist allerdings unheimlich wichtig, dass man sich den richtigen Produzenten sucht. Die größten Probleme von Musikern mit ihren Produzenten gibt es immer dann, wenn der Produzent eine andere Musik macht als der Musiker. Ich kenne keinen Produzenten, der so gut wie jede Musikrichtung produzieren kann. Wer als Rocker zu einem Dance-Produzenten geht, wird Probleme haben. Ein Produzent, der vorwiegend Rock produziert, wird auch in eine R&B-Platte immer jede Menge E-Gitarren Spuren einbauen. Produzenten produzieren die Musik, die ihnen liegt. Was das ist, kann man an ihren bisherigen Produktionen sehen. Auch im Gespräch wird schon ihre Herangehensweise klar.

Hat man den richtigen Produzenten gefunden, sollte man dennoch eine eigene Vision haben und diese kommunizieren. Beispielaufnahmen von anderen (berühmten) Künstlern helfen: „So soll es klingen.“ Ist ein Produzent überhaupt nicht bereit, auf den Künstler einzugehen, hat man wohl auch den falschen.

Produzenten verdienen meist prozentual (z.B. 7%) an den verkauften CDs mit, oftmals plus einem initialen Festbetrag, den unterm Strich die Plattenfirma übernimmt. Ein guter Produzent verteidigt auch die Kunst vor den Business-Leuten. Große deutsche Bands konnten erst erfolgreich werden, nachdem die Produzenten bei der Plattenfirma Stunk gemacht haben. Daran sieht man oft auch, wie sehr den Produzenten an den Künstlern liegt.

Vorsicht bei selbsternannten Erfolgsproduzenten! Es gibt viele, die sich in ihrem Keller zwei Keyboards hinstellen und sich Produzent nennen. Man sollte wirklich versuchen, an die großen Produzenten heran zu kommen. (Die erkennt man oft an den goldenen Schallplatten im Studio…) Dabei hilft es, viel live zu spielen. Denn Produzenten treiben sich tatsächlich auf Konzerten herum. Wer live überzeugt, wird es leicht haben, einen guten Produzenten anzulocken.

3 Gedanken zu “Produzenten

  1. Sehr interessant, was du da schreibst. Normalerweise denkt man bei Produzenten an irgendwelche geldgeilen Säcke, die die Songs radiotauglich machen.

    Lg,
    Macks

    • Die gibt’s auch. Die gehören aber dann eher in die Kategorie „selbsternannter Erfolgsproduzent“. Die tatsächlich erfolgreichen Produzenten geben Künstlern erstaunlich viel Freiheit und schaffen es trotzdem, ein „radiotaugliches“ Produkt herzustellen.

  2. wo kann ich denn überhaupt einen guten produzenten finden? hat irgendjemand der das hier liest konkrete angaben: webside, name….?

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