Trent Reznors Rat an Newcomer Bands

Jede Newcomer-Band sollte den folgenden kurzen Text unbedingt lesen:

http://forum.nin.com/bb/read.php?30,767183,767183#msg-767183

Nine Inch Nails‘ Trent Reznor bringt es auf den Punkt. Ich kann wirklich jedes Wort davon unterschreiben. Aber jetzt kommt’s: Die meisten Musiker werden es nicht so machen. So sehr die Musikindustrie den technologischen Entwicklungen hinterherhinkt, so tun es leider auch die Musiker. Mit diesem Blog versuche ich ja bereits den Musikern klar zu machen, dass es nicht sinnvoll ist, den Major Label Weg zu gehen (oder wie Trent Reznor sagt: „Good luck with that one.“) Aber dies ist nur ein Blog. Viele Freunde von mir reden immer noch von A&Rs, Deals und Showcases.

Ich habe teilweise lange mit Bandkollegen diskutiert, die ein unheimliches Problem damit haben, Musik umsonst herzugeben. Insbesondere dann, wenn wir für die Produktion gezahlt haben. Und ich werde sie auch in 10 Jahren nicht dazu bekommen, sich an der Kommunikation mit den Fans zu beteiligen. Sie antworten nicht auf Emails. Sie tun es sich sogar schwer, nach dem Konzert Autogramme zu geben. Und das sind Berufsmusiker, die davon leben (teils wollen, teils können).

Hier steckt aber auch die gute Nachricht: Wenn man es dann doch so macht, ist man wiederum einer der wenigen. Man kann sich so schnell von anderen Musikern abheben.

Nachtrag: Nicht nur die Produktionskosten machen es einem schwer, Musik umsonst herzugeben. Auch die GEMA. Denn egal, ob man Musik umsonst oder gegen Bezahlung auf einer Website verfügbar macht, zahlen muss man, wenn die Stücke bei der GEMA angemeldet sind. Und als Mitglied der GEMA muss man alles anmelden.

2 Gedanken zu “Trent Reznors Rat an Newcomer Bands

  1. Die Frage ist nur, welcher Indie-Musiker hat die Zeit, sich selbst zu vermarkten? Liebe Leute, dass ist ein Full-Time-Job…für mindestens eine Person…

    Genau dies ist auch der Grund, warum Labels wichtig sind. Es gilt ja nicht nur die potentiellen Fans zu erreichen, sondern auch Media-Partner (Journalisten, Hörfunkredakteure etc)… dafür brauchts dann Promoter mit einem großen und guten Kontaktpool…ohne dem geht’s nicht.

    Reznors Worte klingen erstmal schön einfach und „wahr“.

    Ich kenn jedoch einige sehr gute Bands, die a) ihre Musik kostenlos hergeben + b) viel Kontakt mit den Fans halten + c) guten Content wie Videos u. Bilder u. Blogeinträge liefern…trotzdem kommen die auf keinen grünen Zweig.

    Illegal gedownloaden wird in der Regel das, was auch in den Charts vertreten ist… an der äußerst tollen Musik, die es legal und umsonst gibt, ist kaum jemand interessiert…

    Einzelne kostenlose Mp3s als Teil einer Marketingkampagne sind heute unerlässlich… nur wie gesagt, braucht man eben auch ne Marketingkampagne…sonst verpufft das im Web.

  2. „Ich habe teilweise lange mit Bandkollegen diskutiert, die ein unheimliches Problem damit haben, Musik umsonst herzugeben. Insbesondere dann, wenn wir für die Produktion gezahlt haben.“

    Kann ich verstehen, es ist für niemanden erbauend eine Produktion zu finanzieren, um sie dann anschließend als freies Gut auf die Straße zu werfen. Und dies ist genau der Punkt, es hat sich in den letzten 3 Jahren eine Free-Rider Mentalität breitgemacht, bei der Musik als freies Gut, für das man nicht zahlen braucht, als Selbstverständlichkeit angesehen wird! So etwas ist für einen jeden Künstler, der zudem noch die Produktion durch eigene Gelder (die er in einem anderen Job verdient hat) selbstfinanziert hat m.E. als entwürdingend einzustufen. Ich hatte ähnliche Diskussion, erst kürzlich mit einer sehr guten progrockband aus FDlorida, die Ihre neue, top produzierte CD kostenlos zum downloaden preisgibt. Wenn so ein Verhalten Schule macht, sehe ich sehr düstere Zeiten kommen.

    „Und ich werde sie auch in 10 Jahren nicht dazu bekommen, sich an der Kommunikation mit den Fans zu beteiligen. Sie antworten nicht auf Emails. Sie tun es sich sogar schwer, nach dem Konzert Autogramme zu geben“

    Dem Stimme ich uneingeschränkt zu. Es ist m.E. oft eine hybride Kombination aus Arroganz und Ignoranz der Musiker sich so zu verhalten.

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