Die Deutschen, das Radio und neue Musik

DiskokugelAus dem Spiegel, Ausgabe 17, 21.4.2008:

„Im Durchschnitt beträgt die Mediennutzung der Deutschen ca. 8 Stunden. 36% (ca. 3 Stunden) entfallen dabei auf das Radio. Drei Viertel der Radionutzung erfolgt nebenbei. […] [Thomas Niebuhr] spielt bekannte Hits, nichts hassen die [Durchschnittsdeutschen] mehr als ein unbekanntes Lied, sie wollen nicht irritiert werden.“

2 Gedanken zu “Die Deutschen, das Radio und neue Musik

  1. –> nichts hassen die [Durchschnittsdeutschen] mehr als ein unbekanntes Lied, sie wollen nicht irritiert werden.”<–

    Aah, die Radio-endlos-CD, immer im gleichen Muster, jeden Tag den gleichen scheiss. Egal, ob Sender mit Oldies oder aktueller Musik…..ich erinnere mich an Tage in den 80igern, als Musik im Sub-Genre-Bereich abends oder Nachts gespielt wurde, man hörte genau zu, trnak etwas, redete vielleicht mit Freunden, manchmal waren tolle Sachen dabei, die aber nie wieder gespielt wurden….vieles versackte auch im Moor des belanglosen gedudels.
    Aber um zurück zu kommen auf den Radio-einheitsbrei- das ist gewollt, das ist Gewohnheit….auf Partys genau das gleiche Muster….willkommen im Reich der totalen verblödung, des Hamsterrades, des konsumierens. Gute Bürger:
    -gleiche Musik jeden erweckst asso's zu:
    -geregelter Arbeit
    -geregelte Freizeit
    -Manövrieren des Bürgers in Arbeit/Konsum/nicht-denken

    Hört sich Politisch an, ist es aber nicht, es folgt lediglich dem Globalen Gesetz des Geldes, man "züchtet" seine Geld-Mast-Herde, viel Arbeit=wenig Lohn, und die tägliche Dosis Musik aus dem Radio im immergleichen Klang drögelt den arbeitenden Konsumenten in eine Hülle ein, leicht manipulierbar.

    Fürs erste muß das reichen…

  2. Ich möchte nur Andy H. seinen Kommentar aufs dollste herzen. Alle Daumen rauf. Formatradio für Formatmenschen, ja nichts senden was hängen bleibt, ja nicht zum Nachdenken anregen, damit alle Erdenbürger und Konsumenten mit Scheuklappen weiterhin brav ihr 08/15 Kommerzleben führen können. Auf Partys muss man ja zu dieser schrecklich aggressiven Musik abgehen, gehobene EDM wird’s da nur in Ausnahmefällen geben. Dass so ein monotoner, aggressiver Sound mit „wir sind so cool, wir ballern uns die Birne weg“ den Verstand benebelt ist völlig klar – und Einheitsmusik macht das auf der Arbeit. Mich als Musikfreak hat Musik im Büro immer gestört, weil ich eine so starke Meinung zu Musik habe und mich das nur ablenkt. Die Radiofritzen sind entweder komplett abgestumpft oder helfen da künstlich nach, anders hält man diese Gutmenschliche Laune auch nicht aus und die ewig gleiche Radioplaylist schon gar nicht.

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