Wie man bei einem Label (nicht) Musik lizensiert

Delamar hat versucht, für ein YouTube-Video offiziell bei einem Label Musik zu lizensieren:

Mittlerweile haben wir das Angebot von dem Label und von dem Musikverlag bekommen. Wir haben uns dagegen entschieden, da uns 750,- Euro plus GEMA-Gebühren für 15 Sekunden Musik über eine Laufzeit von drei Jahren zu teuer waren.

Die Geschichte ist nicht verwunderlich, wenn man selbst mal mit Major Labels zu tun hatte. Dass es diese Urgesteine überhaupt noch gibt, liegt lediglich daran, dass das Urheber- und Leistungsschutzrecht sie künstlich am Leben hält.

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Video über das Musikbusiness

Und leider ist das nur die blanke Theorie. Wie viel Geld ein Musiker tatsächlich erwarten kann, wird natürlich nicht gesagt.

Interessant finde ich an diesem Video insbesondere, dass erst all die schönen Möglichkeiten aufgezählt werden, wie Musiker Geld verdienen können, am Ende aber keine der beteiligten Institutionen wirklich irgendetwas garantieren können. Das wurde hier ja schon ohne Ende breit getreten.

Man sollte sich vor Augen führen, dass dieses ganze Modell ja schon so kompliziert ist, dass ein Neuling dieses Video wahrscheinlich mehrfach anschauen muss, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Und genau deshalb sei darauf hingewiesen, dass es überhaupt nicht so sein muss wie beschrieben. Man muss nicht Mitglied der GEMA sein, man braucht keinen Plattenvertrag und erst recht keinen Musikverlag. Ich verkaufe meine Musik zum Beispiel selbst. Einnahmen – Ausgaben = Gewinn. Ganz banale, freie Marktwirtschaft. Und es kommt dabei mittlerweile mehr raus als zu den Zeiten, als ich noch bei einem Major Label unter Vertrag war.

Talente und Karrieren

Wenn ein Produktmanager einer Plattenfirma einen Marketing-Plan aufstellt, sieht das in etwa so aus:

  • Unsere Radiopromoter bemühen sich um Airplay.
  • Unsere TV-Promoter bemühen sich um TV-Rotationen.
  • Unsere Webdesigner designen eine Website und eine MySpace/Facebook-Seite.
  • Die Booking-Agentur organisiert Konzerte für den Künstler.
  • Profit!

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MySpace

Ich habe den folgenden Artikel schon vor längerer Zeit geschrieben. Wahrhscheinlich sind diese Dinge mittlerweile jedem bewusst. Das war damals noch nicht so. Vielleicht müsste man jetzt über Facebook schreiben oder so. Ich habe mich entschlossen, ihn trotzdem zu veröffentlichen.

Wie bei all diesen Artikeln kann der Inhalt nur eine Momentaufnahme sein. Insbesondere bei allen Internet-Themen wird man wahrscheinlich in ein paar Jahren lächelnd zurückschauen. MySpace war bis vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt in Deutschland. Mittlerweile scheint jeder Musiker eine MySpace-Seite haben zu müssen. Interessanterweise wanderten in den USA die Mitglieder schon zu dem Zeitpunkt zu Facebook ab, als MySpace gerade erst in Deutschland Fuß fasste. Plötzlich musste jeder auf MySpace sein. Bei den meisten Bands war das die gesamte Marketing-Strategie. Weiterlesen

Meine YouTube-Videos sind nun gesperrt. Danke, GEMA!

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mich ein Fan darauf aufmerksam machte, dass er die YouTube-Videos meiner Band nicht mehr anschauen kann. Und tatsächlich, auf meiner YouTube-Verwaltungsseite stand, dass meine (Major) Plattenfirma einen Urheberrechtsanspruch am Audio-Material geltend macht und die Videos daher in Deutschland gesperrt sind. WTF? Ich bin der Urheber meiner Songs. Mein Label hat mit absoluter Sicherheit keine Urheberrechte an diesem Audio-Material (und am Video-Material im Übrigen auch nicht). Weiterlesen