Talente und Karrieren

Wenn ein Produktmanager einer Plattenfirma einen Marketing-Plan aufstellt, sieht das in etwa so aus:

  • Unsere Radiopromoter bemühen sich um Airplay.
  • Unsere TV-Promoter bemühen sich um TV-Rotationen.
  • Unsere Webdesigner designen eine Website und eine MySpace/Facebook-Seite.
  • Die Booking-Agentur organisiert Konzerte für den Künstler.
  • Profit!

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Der Beruf des Musikers

Wir sprechen hier hauptsächlich von Karrieren im Popmusikbereich. Sicherlich gibt es Sparten wie Death Metal oder Dub Step, in denen man sich einen Namen machen kann. Das funktioniert dann ein bisschen anders. Oftmals ist die Promotion dann sogar einfacher, weil es einschlägige Magazine oder Websites gibt, mit der man einen Großteil der Sparte erreicht. Populäre Musik ist für die Masse. Das ist schon schwieriger, weil sich die Masse mittlerweile stark über die Nischen verteilt. Weiterlesen

Künstlernamen

Ich verstehe ja, dass Musiker sich Künstlernamen geben. Das macht Sinn. Der Name Gordon Matthew Thomas Sumner lässt sich eben nicht so leicht merken. Etwas fraglicher aber dennoch akzeptabel mag es sein, wenn Künstler aus Marketing-Gründen falsche Angaben machen. Anastacia hat sich fünf Jahre jünger gemacht, wahrscheinlich um noch in Zeitschriften wie die BRAVO eine Chance zu haben.

Warum aber die Menschen hinter den Kulissen ebenfalls Künstlernamen brauchen, ist mir schleierhaft. Da heißt ein Horst Nußbaum plötzlich Jack White, der eine nennt sich Deville, der andere Brix. Da schleicht sich bei mir der Gedanke ein, dass sich diese Herren doch ein wenig mehr im Zentrum des Geschehens sehen als zuerst angenommen. Oder es sind alles ehemalige Künstler. Oder beides.

Fans

Fans sind die Basis des kommerziellen Erfolgs eines Künstlers. Sie kaufen die Musik, kommen auf Konzerte, machen Stimmung, promoten den Künstler, leiten die Fanclubs, helfen bei Votings, tragen Informationen zusammen, bilden Streetteams und vieles mehr. Kurzum, sie machen mehr als der Künstler oder sein direktes Umfeld jemals tun kann. Weiterlesen

„Du zuerst!“

Auch wenn hinterher alle sagen, „Ich habe gleich gewusst, dass die das schaffen“, eine Vorhersage über den Erfolg oder Misserfolg von Künstlern lässt sich nicht treffen. Und so kommt es, dass unter all den Verantwortlichen keiner den ersten Schritt machen will. Fernsehsender wollen den Song erst senden, wenn er im Radio läuft. Radiosender wollen ihn erst senden, wenn andere Radiosender ihn spielen. Das irrsinnigste, was ich bisher von einem Radiosender gehört habe, war: „Wir spielen diesen Künstler erst, wenn er in den Airplay-Charts ist.“ Liebe Radiosender, Ihr macht die Airplay-Charts, indem Ihr seine Songs spielt! Das ist keine Frage der Henne und des Eis. Weiterlesen

Raststätten

Jeder Musiker, der auf Tour ist, hat ein neues Zuhause: Raststätten. Raststätten sind super: Man kann auf die Toilette (wenn auch nur beim Erwerb eines 50 Cent Gutscheins), man kann überteuert Getränke und Essen einkaufen, rauchen, sich die Beine vertreten und frische Autobahnluft schnappen. Vor allem kann man Menschen beobachten. Eine Raststätte ist ein realer Querschnitt durch Deutschlands Bevölkerung. Hier hält sich der Mainstream auf. Wer meint, er macht Musik für die Masse, soll auf eine Raststätte fahren und sich fragen, ob diese Leute diese Musik hören würden.

Als Fahrer der Truppe kann man übrigens immer wieder mal einen Musiker auf der Raststätte vergessen. Aus Versehen oder absichtlich, je nachdem, wie sich der Musiker gerade aufgeführt hat.

Lügen

In der Musikbranche wird gelogen, was das Zeug hält. Denn der Wahrheit lässt sich nicht immer gut vermarkten. Die Jungs in der Boygroup, die keine Freundin haben, weil sie zu viel unterwegs sind? Quatsch. Die Tour, die plötzlich wegen einer Stimmbandoperation ausfiel? Na sicher. War ja kein anderer Termin möglich. Ist das Mädel wirklich erst 16 Jahre alt? Wahrscheinlich eher nicht. Weiterlesen